frühzeitige Beteiligung zum Vorentwurf des Flächennutzungsplans
Michendorf
Verfahrensschritt
Auswertung ÖffentlichkeitZeitraum
Beteiligung beendet –durchführende Organisation
Gemeinde MichendorfDie Gemeinde Michendorf führt das Verfahren zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplans (FNP) für das gesamte Gemeindegebiet durch.
Der Flächennutzungsplan stellt als vorbereitender Bauleitplan gemäß § 1 Abs. 2 BauGB die sich aus der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung ergebende Art der Bodennutzung nach den voraussehbaren Bedürfnissen der Gemeinde für einen langfristigen Planungshorizont von ca. 15 Jahren in den Grundzügen dar.
Mit der Fortschreibung bzw. Neuaufstellung des Flächennutzungsplans sollen aktuelle Entwicklungen und veränderte Rahmenbedingungen in den Bereichen Wohnen, Wirtschaft, Umwelt und Verkehr in der vorbereitenden Bauleitplanung Berücksichtigung finden. Innerhalb des Gemeindegebiets setzt der Flächennutzungsplan den Rahmen für die nachfolgende Planungsebene der verbindlichen Bauleitplanung.
Unter Berücksichtigung der fortgeschrittenen gemeindlichen Entwicklung sowie auf der Grundlage aktueller gemeindlicher Entwicklungsziele und -konzepte, bestehender Fachplanungen und übergeordneter Planungsvorgaben wurden der Flächennutzungsplanung neue Leitlinien und ein aktualisiertes Entwicklungsprogramm mit sektoralen Zielsetzungen zugrunde gelegt.
Frau Kerstin Teubner und Frau Jenny Hofmann
Fachbereich Bauen
Gemeinde Michendorf
Richard-Muth-Platz 1 | 14552 Michendorf
Telefon: 033205 / 598 - 61 und 033205 / 598 - 62 | Telefax: 033205 / 598 - 50
E-Mail: bauleitplanung@michendorf.de
Plandokumente
Öffentliche Bekanntmachung / Datenschutz
Stellungnahme #1075
Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:
Die Gemeinde Michendorf wächst. Prinzipiell ist das ja sehr gut, bei dem geplanten Bauvorhaben jedoch verschwinden wichtige, ökologisch wertvolle Flächen. Grünflächen, welche als Wiesen zur Futtergewinnung, als Ackerflächen oder auch als Weide genutzt werden können, bieten unzähligen Insekten Lebensraum, speichern CO2 und tragen einen erheblichen Anteil zum Arten- und Umweltschutz bei. Durch eine großflächige Versiegelung im Zuge der geplanten Nutzung entstehen neue Wärmebereiche. In anderen Bauvorhaben (siehe Wittenbeck) sind große Stilllegungsfächen erhalten worden, welche Umwelt- und Artenschutz gewährleisten. Außerdem geben wir nicht nur die bekannten Einwände, welche die Bürgerinitiative formuliert hat, zu bedenken, sondern auch soziale Aspekte. Der Pferdehof bietet nicht nur den Tieren ein Zuhause. Es sind Arbeitsplätze, welche wegfallen. Zudem ist der Umgang mit Pferden für die Kinder wichtig. Sozialverhalten, Selbstbewusstsein, Freude am Sport ,das Reflektieren eigenen Verhaltens am Pferd, Fähigkeiten, sich zu integrieren und Regeln zu respektieren lernen Kinder hervorragend im Umgang mit Pferden. Wo sollen diese Kinder hin? Alternativen zu finden wird schwierig.
Wir schließen uns hiermit den Forderungen der Bürgerinitiative an und bitten im weiteren Planungsvervahren alle Aspekte der Stellungsnahmen zu berücksichtigen.
Stellungnahme #1073
Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:
Die STELLUNGNAHME
Sehr geehrte Damen und Herren,
als Pächter eines Wochenendgrundstückes der Gemeinde Michendorf möchte ich mich hiermit an der vorgezogenen Öffentlichkeitsbeteiligung zum Vorentwurf des Flächennutzungsplanes für die Gemeinde Michendorf beteiligen.
Die im Vorentwurf als Planung ausgewiesenen Wohnbauflächen WH-1 „Am Waldrand" und WH-2 „Alte Gärtnerei" sind für den Ortsteil Wilhelmshorst nicht ortsverträglich. Diese Flächen sind aus den folgenden Gründen nicht für eine Wohnbebauung geeignet:
Das Neubaugebiet müsste über die Straße „An der Aue“ angebunden werden, die dafür grundhaft zu erneuern wäre. Das hätte für alle Anwohnenden und für die Gemeinde unabsehbar schwerwiegende Folgen.
Die Flächen WH-1 und WH-2 dienen in der jetzigen sehr naturbelassenen Form als wichtige Naherholungsfläche für Wilhelmshorst und Langerwisch.
Die Biotopausstattung der Flächen bietet der bestehenden Bebauung des Ortes Wilhelmshorst Schutz gegen Lärm und Luftverschmutzung, die von der Ortsumgehung B2 und der Bahnstrecke ausgehen.
Die für die Bebauung vorgesehenen Flächen liegen vollständig im Landschaftsschutzgebiet und sind schon aus diesem Grund nicht zur Bebauung geeignet. Die zuständigen Landesbehörden haben die Ausgliederung aus dem Landschaftsschutzgebiet bereits im vorangegangenen Verfahren abgelehnt.
Das Neubaugebiet würde am Ortsrand mit maximaler Entfernung zur örtlichen Infrastruktur wie Bahnhof, Bushaltestellen, Einkaufsmöglichkeiten, Schule und Kita entstehen.
Ich bitte aus diesen Gründen die beiden Flächen WH-1 und WH-2 aus dem Flächennutzungsplan herauszunehmen und die aktuelle Nutzung im FNP auch für die Zukunft festzuschreiben.
Stellungnahme #1071
Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:
Stellungnahme zum Vorentwurf des Flächennutzungsplans der Gemeinde Michendorf.
Hiermit nehme ich im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung Stellung zum Vorentwurf des Flächennutzungplans der Gemeinde Michendorf.
In diesem sollen zahlreiche grüne und bewaldete Fläche zu Bauland umgewidmet werden. Michendorf leidet seit Jahren unter Wasserarmut. Jeden Sommer besteht tagsüber Bewässerungsverbot. Durch die neue Bebauung würde der Boden noch mehr versiegelt werden, das Grundwasser würde weiter sinken (zahlreich Brunnen mussten die letzten Jahre tiefer gesetzt werden), die CO2 Bindung würde erheblich reduziert werden und geschützte Tierarten welche auf den Fläche leben, würden ihren Lebensraum verlieren.
Des Weitern verfügt Michendorf nicht über die nötige Infrastruktur, weitere Bebauung in dem im FNP angedachten Ausmaß zu managen. Die Lärmbelästigung, Abgasbelastung würde weiter steigen und die ohnehin schon oft überfüllten Straßen und sozialen Einrichtungen würden weiter überlastet sein.
Nicht zuletzt würden durch Umsetzung des FNP Existenzen zerstört werden.
Ich bin nach Michendorf gezogen, da ich ländlich wohnen wollte. Mittlerweile fühlt man sich städtisch und das wird immer mehr. Der ländliche Charakter geht vollends verloren und die Erholungsflächen müssen Hochhäusern weichen. Michendorf wird zu einem Ort, an welchem man sich bald nicht mehr wohlfühlen wird.
Stellungnahme #1070
Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:
Ich bin gegen das Projekt, um den Scharm des Dorfes zu erhalten.
Und um den Roten Milan sein zu Hause zu schützen
Stellungnahme #1069
Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:
Stellungnahme zum Vorentwurf des neuen Flächennutzungsplans
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank, dass Sie den Michendorfern und Michendorferinnen im laufenden Verfahren zum Neuentwurf des Flächennutzungsplans ein Mitspracherecht einräumen. Wir freuen uns über diese Gelegenheit an der zukünftigen Gestaltung der Gemeinde mitwirken zu können, und hoffen auf wohlwollende Abwägung unserer Wünsche und Argumente.
Wir sind im Jahr 2023 in die Gemeinde Michendorf gezogen und haben uns seitdem mit großem Interesse und großer Freude an den Facetten des öffentlichen Lebens beteiligt. Wir sind aktiv im Förderverein der Grundschule Michendorf, und haben in dieser und anderen Funktionen bei vielen Veranstaltungen nach Kräften unterstützen dürfen. Wir sind außerdem Anlieger an der Fläche MD-3 in der Schmerberger Straße, und sind als Einsteller an der aktuellen landwirtschaftlichen Nutzung der Fläche MD-3 beteiligt, und daher durch die vorgeschlagenen Änderungen am FNP direkt betroffen. Diese dreifache Betroffenheit ermöglicht es uns, die Problematik aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten: als Mitnutzer der Fläche, als direkte Anlieger, und natürlich auch als Michendorfer, die selbstverständlich das Interesse der Gemeinde im Sinn haben.
Wir haben zuerst natürlich großes Verständnis dafür, dass die Gemeinde Flächen vorsehen will zur Erweiterung des Siedlungsgebiets, um den Zuzug neuer Familien zu ermöglichen, und bestehende demographische Strukturen zu erhalten. Uns ist darüber hinaus auch bewusst gemacht worden, dass die Gemeinde zuerst Flächen im inneren Siedlungsgebiet ersclhießen muss, bevor sie Flächen außerhalb in Betracht ziehen darf, die sich fast ausschließlich im Landschaftsschutzgebiet befinden.
Diese Punkte dürfen aber eine kritische Auseinandersetzung mit der Eignung der Fläche nicht ausschließen, insbesondere rechtfertigen sie alleine nicht die "sehr gute Nutzungseignung (++)" Bewertung, wie sie im neuen FNP ausgewiesen ist. Im Plan selbst sprechen viele Punkte gegen diese Bewertung, und erhebliche Restriktionen werden nach unserer Einschätzung unterschätzt.
Ein Aspekt dabei ist die Nähe sowohl zu Autobahn und Bahnstrecke. Beides führt zu unmittelbarer Belastung durch erhöhte Luftschadstoffwerte und Lärmentwicklung, was die Lebensqualität für die perspektivisch vorgesehenen 120-180 Wohneinheiten stark einschränken würde. Hinzu kommt, dass die Fläche nur ungenügend erschlossen ist. Es ist unklar wie eine Versorgung mit Wasser, Abwasser und Strom für diese Menge an Haushalten durch hinreichende Anbindung an Versorgungsnetze sichergestellt werden kann, eine optimale Erschließung ist nicht in Sicht.
Auch die Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr ist durch die Entfernung zum Bahnhof Michendorf und zur nächstgelegenen Bushaltestelle der zentralen Linien 643 und X43 nicht ideal, und es ist unklar, wie die Situation des ÖPNV verbessert werden könnte. Durch Lage zwischen Autobahn und Eisenbahnstrecke kommt es auch im Individualverkehr zu neuen Problemen. Für die perspektivisch vorgesehen 120 bis 180 Wohneinheiten beschränkt sich die Menge der möglichen Zufahrten auf die Ausfahrt an der Flottsteller Straße / Schmerberger Straße, sowie die Ausfahrt an der Feldstraße, sodass eine weitere Verschlechterung der Verkehrssituation insbesondere auf der Flottsteller Straße zu erwarten ist. Hier bin ich persönlich sehr besorgt, weil der Schulweg aller Kinder in diesem Siedlungsgebiet zur Grundschule entlang der Flottsteller Straße führt, und der Verkehr dort jetzt schon zu den Stoßzeiten so stark ist, dass er für die Kinder auf dem Schulweg zur Gefahr wird. Durch die Beschaffenheit der Straße und der Fußwege ist unklar, wie die Situation verbessert werden könnte.
In Summe würde also für die im FNP veranschlagte Siedlungsverdichtung auf der Fläche enorme Investitionen in die Infrastruktur, insbesondere das Verkehrswesen, benötigen, um die Lebensqualität der dort lebenden Menschen nicht zu verschlechtern. Unklar ist darüber hinaus, inwieweit diese Ausgaben auf die Anlieger umgelegt werden sollen.
Ein weiterer Aspekt ist die ökologische Belastung durch die Zersiedlung der Fläche. Die 15.26Ha werden momentan fast ausschließlich als landwirtschaftliche Flächen genutzt, und sie sind eine wertvolle Sickerfläche für Regenwasser, und tragen einen großen Teil zur Grundwasserbildung der Region bei. Die Gemeinde hat sich zum Ziel gesetzt, den stetigen Rückgang des Grundwasserspiegels der Region zu bekämpfen, aber die Besiedlung der gesamten Fläche scheint diesem Ziel komplett entgegen zu stehen. Eine vollständige Besiedlung der Fläche hätte einen signifikanten Einfluss auf Menge und insbesondere Qualität des aus Regenwasser entstendenden Grundwassers.
Weiterhin können wir als Anwohner beobachten dass die Fläche durch ihre relative Naturbelassenheit aber gleichzeitige Nähe zum Siedlungsgebiet einer reichen Artenvielvalt von Wildtieren ein Zuhause bietet. Wir sehen Rauchschwalben, Fledermäuse, eine Vielfalt von Wildbienen und viele weitere Tiere, die hier ein Teil unseres täglichen Lebens sind. Eine vollständige Besiedlung der Fläche würde diesen Lebensraum größtenteils zerstören, wie es auch bereits in anderen Teilen des Siedlungsgebietes geschehen ist.
Auch möchten wir die aktuelle Nutzung der Fläche durch den Pferdehof hervorheben. Hier wurde von der Gemeinde mehrmals moniert, dass es eine unsachliche Auseinandersetzung der Öffentlichkeit mit dem Vorentwurf des FNP gegeben hätte. Diesen Vorwurf fanden wir etwas unglücklich. Als Einsteller auf dem Pferdehof können wir wahrnehmen, dass die Nutzer der Fläche die Formulierungen des Vorentwurfs des FNP als enorme Bedrohung empfinden. Der Hauptgrund dafür ist die Formulierung auf Seite 105f:
"Die innerörtlich gelegene und von Wohnbebauung umgebene Pferdeanlage in Michendorf soll dagegen zugunsten der vorgesehenen Wohnbauflächenentwicklung zwischen Schmerberger Straße, Am Upstall und Feldstraße, mittel- bis langfristig aufgegeben bzw. an einen Ersatzstandort verlagert werden."
Diese Formulierung im Vorentwurf erzeugt eine - aus unserer Sicht durchaus nachvollziehbare, und angebrachte - Unruhe unter den aktuellen Nutzern der Fläche, die sich in ihrer Freizeitgestaltung bedroht sehen, und eine Verdrängung ihrer Strukturen vor Ort durch die Gemeinde nicht hinnehmen wollen.
An dieser Stelle stehen die Interessen der Gemeinde, wie sie im FNP formuliert sind, und die Interessen der aktuellen Nutzer im direkten Konflikt. Unabhängig von dieser Stellungnahme zum FNP selbst glaube ich, dass ein Dialog zwischen der Gemeinde und den Nutzern nötig ist, um die Situation zum Wohle aller Beteiligten zu lösen, und Vorwürfe in jeglicher Richtung sind in dieser Situation unproduktiv.
Schließlich finde ich es wichtig hervorzuheben, dass die Fläche in ihrer aktuellen Nutzung als Grün- und Freizeitfläche einen großen Nutzen für die Gemeinde hat, sowohl für die direkten Anlieger, als auch für alle Menschen der Region und die Artenvielfalt. Eine Bebauung im angestrebten Maße würde den Verlust dieser Qualitäten für die Gemeinde bedeuten.
Im Vorentwurf betonen Sie, dass der "Dialog über Einbindungsmöglichkeiten der Eigentümer*innen von zentraler Bedeutung" sei. Es wird ein "klares Entwicklungskonzept" sowie "geeignete Umsetzungsstrategien" postuliert. Wir fragen uns, wie eine Fläche mit all den genannten offenen Punkten und Fragestellungen und Problemen als "sehr gut geeignet" eingestuft werden kann, wenn die zentralen Umsetzungsfragen ungeklärt sind? Wir finden, dass diese Einschätzung unter den genannten Aspekten nicht der Realität entsprechen kann.
Abschließend möchte ich noch klarstellen, dass wir einer behutsamen und rücksichtsvollen Entwicklung der Fläche natürlich nicht im Wege stehen wollen, insofern sie die Interessen der Nutzer und Anlieger hinreichend wahrt.
Daher wünschen wir uns zusammenfassend einen Flächennutzungsplan, der den Charakter des bestehenden Wohngebiets in der Umgebung der Fläche MD-3 erhält, und der den dort lebenden Fledermäusen, Schwalben, Wildbienen und vielen weiteren Wildtieren den Lebensraum schützt. Wir wünschen uns, dass die bestehende Nutzung durch den Pferdehof in der perspektivischen Entwicklung der Gemeinde explizit als wertvolle und schützenswerte Freizeitfläche hervorgehoben wird, anstatt explizit eine Verdrängung anzustreben. Wir wünschen uns dass bei der Entwicklung der Gemeinde die Versiegelung wichtiger grundwasserbildender Flächen vermieden wird, und eine nachhaltige, schonende Entwicklung angestrebt wird, bei der die Lebensqualität der Michendorfer im Mittelpunkt steht, mit Hinblick auf Luftqualität, Lärmbelastung, Verkehrsanbindung und natürlich die Verfügbarkeit von Grün- und Freizeitflächen, damit die Gemeinde auf menschliche und würdevolle Art wachsen kann.
Wir finden, diese Wünsche schließen eine behutsame Entwicklung der Fläche nicht aus, und wir hoffen dass die Gemeinde im laufenden Prozess einen Dialog vorsehen kann, der eine gemeinsame Lösung entwickelt, sodass der entstehende Flächennutzungsplan für niemanden, ob Mensch oder Tier, zur Bedrohung wird.
Vielen Dank, und Beste Grüße,
Stellungnahme #1068
Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:
Sehr geehrte Damen und Herren der Gemeinde Michendorf,
auch ich möchte zu Ihren geplante Änderungen der Flächennutzung Stellung nehmen.
Ich spreche mich sehr gegen eine Umwidmung der Fläche "Wohnbaufläche Feldstr./Schmerberger Str./Am Upstall – MD-3“ aus, da hier noch wunderschöner Naturraum besteht, der vielen Tierarten Schutz und Wohnraum bietet. Angefangen von geschützten Schwalben, über Bussarde, Turmfalken und Dohlen. Außerdem schwirren dort jeden Abend die Fledermäuse auf Nahrungssuche umher. Viele Insekten, sowie vielfältige Gräser, Kräuter und Pflanzen sind auf den Wiesen zu finden.
Eine Bebauung und damit weitere Versiegelung von Flächen wäre ein herber Verlust für die Tierarten und diese Fakt wurde meiner Meinung nach bisher nicht ausreichend in die Entscheidung mit einbezogen. Zudem herrscht in Michendorf im Sommer regelmäßig das Verbot Wasser für den Garten zu entnehmen. Noch mehr Wohnhäuser und dementsprechend Anwohner führen zu einer Verschlimmerung bei der Wasserknappheit und somit zu mehr Stress für die Natur und umliegenden Seen. Von den langfristigen Folgen für die Temperaturen, wenn weitere Kühlluftflächen fehlen und bebaut sind, ganz zu schweigen.
Und haben Sie sich mal Gedanken gemacht, was diese Bebauung für den ohnehin schon umfangreichen Straßenverkehr, öffentlichen Nahverkehr und die Infrastruktur bedeuten`?
Ihre Argumente mit neuen Wohnbauflächen für mehr/neuen Nachwuchs in Michendorf zu sorgen und somit die bestehenden Infrastruktur besser auszulasten, ist zu kurz gedacht. Dies funktioniert auch nur für eine Generation, also vielleicht 20 Jahre. Viel besser wäre es die bestehende Infrastruktur flexibel und somit wettbewerbsfähig zu machen, natürlich angepasst auf die Einwohner und die demografische Entwicklung.
Im Übrigen ist es genau dieses Argument, dass was mich sehr ärgert, wenn sich die Bürgermeisterin Frau N. so äußert, dass eine Änderung des Flächennutzungsplanes nicht automatisch zu einer Bebauung führt, da ja das Baurecht damit noch gar nicht erteilt wird. Ganz ehrlich, was soll denn sonst dort passieren, wenn man plant und argumentiert mit einer zusätzlichen Bebauung die Infrastruktur besser auslasten zu können?! Da liegt es ja auf der Hand, dass dann umgehend Baurecht folgt, um diesen Plan umzusetzen. Und der Versuch der Bürgermeisterin zu sagen, dass ja auch weiterhin die landwirtschaftliche Nutzung dort möglich ist, ist ja mal wirklich lachhaft. Welcher Landwirt kann den die Pacht und Grundsteuern zahlen, die für Bauland aufgerufen werden????? Welche Förderung muss man denn da bei welcher Behörde beantragen?
Ich bitte die Personen, die die Stellungnahme der Michendorfer Einwohner und Besucher, lesen und zusammenfassen, die Argumente und Bedenken wirklich ernst zu nehmen, genau zu prüfen und zu hinterfragen, wem es am Meisten nutzt und welcher Preis dafür von den "alteingesessenen" Michendorfern und der Natur verlangt wird.
Mit freundlichen Grüßen
Stellungnahme #1066
Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:
Eine weitere Flächenversiegelung ist für den Ort nicht akzeptabel, der Ort benötigt auch Grünflächen um Lebensqualität zu bieten. Für den betroffenen Betrieb wäre die Bebauung ein großer wirtschaftlicher Einschnitt
Stellungnahme #1065
Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:
eine weitere Flächenversiegelung durch weitere Bebauung halte ich nicht für angemessen, die Lebensqualität des Ortes leidet darunter, die Nutzung als Weideland hingegen ist sehr ökologisch und bietet dem ansässigen Betrieb weiterhin eine ökonomische Zukunft, der Ort benötigt auch Grünfläche um Lebensqualität zu erhalten
Stellungnahme #1064
Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:
Sehr geehrte Gemeindemitglieder,
zum Vorentwurf des FNP Michendorf teile ich Ihnen meine Anmerkungen und Hinweise zur Dokumentation mit und nehme wie folgt Stellung.
Im FNP-Vorentwurf werden umfangreiche Wohngebiete geplant (z. B. in den OT Michendorf, Wilhelmshorst und Wildenbruch).
Die erforderliche Infrastruktur für einen derartigen Anstieg an Einwohnern ist im gesamten Gemeindegebiet nicht vorhanden. Die ÖPNV stehen, wie z.B. Busse sind nur zu eingeschränkten Zeiten zur Verfügung. Es fehlt außer im OT Michendorf an ausreichenden Dienstleitungs- und Versorgungsangeboten. Insgesamt fehlt es an Fachärzten im Gemeindegebiet.
Eine weitere Bebauung größerer Flächen versiegelt die Naturflächen und wird zu einer weiteren Senkung des Grundwasserspiegels führen. Etliche Seen in den Ortsteilen sind bereits ausgetrocknet bzw. wurden mit viel Aufwand renaturiert.
OT Michendorf
Die geplante Wohnbaufläche zwischen Schmerberger Weg und Feldstraße bedeutet einen deutlichen Anstieg an Einwohnern. Die Erschließung/Zuwegung des Gebiets ist unklar. Der offene Siedlungscharakter des Gebiets wird damit angegriffen. Deshalb sollte eine weitere Bebauung in dem Bereich eingeschränkt werden.
Die geplante Wohnbaufläche an der Schulstraße liegt teilweise im LSG. Die derzeitig vorhandene Grünfläche ist schützenswert. Die Planung als Wohnbebauung führt zu einer Schließung der bisher bebauten Flächen. Es ist davon auszugehen, dass die nördlich der Schulstraße liegende und als Grünfläche verbleibende Fläche künftig ebenfalls zur Bebauung vorgesehen wird. Das ist unbedingt auszuschließen.
Daher sollte eine Neubebauung an der Schulstraße verzichtet bzw. reduziert werden.
Das geplante Gewerbegebiet südlich der Raststätte Michendorf an der A10 wird der Region Grundwasser entziehen.
Die derzeitige Waldfläche liegt im LSG und ist aus Umwelt-, Klima- und Lärmgründen schützenswert.
Das Abholzen des Waldes in dem geplanten Umfang ist aus den o.g. genannten Gründen bedenklich.
Hinzu kommen ein höherer Lärmpegel und höhere Luftverschmutzung, u. a. aufgrund von ansteigendem Verkehr.
Die Zuwegung des Gebiets ist unklar. Bereits jetzt sind die Durchfahrt der B2 unter der A10 und die Auffahrt zur A10 Engstellen. Insbesondere bei Stau auf den umliegenden Autobahnen kann der Verkehr bereits jetzt nicht richtig abfließen.
Das Gewerbegebiet sollte vermieden werden. Es gibt am Ortseingang von Michendorf bereits Gewerbegebiete, die bisher nicht richtig genutzt werden. Warum neue bauen, wenn andere Gebiete brach liegen?
Die Fläche „Solar“ nördlich der A10 sollte dringend aus der Planung entfernt werden.
Die Versiegelung einer naturnahen Fläche ist aus Gründen des Umweltschutzes abzulehnen.
Sinnvoller ist die Nutzung von bereits versiegelten Flächen (Gebäudedächer oder Lärmschutzwände) für Solaranlagen.
OT Wilhelmshorst
Durch die vorliegenden Planungen wird die Wohn- und Lebensqualität des Ortes negativ beeinträchtigt. Der gewachsene Siedlungscharakter einschließlich des hohen Grünanteils der Grundstücke des OT wird zerstört.
Der hohe natürliche Grünanteil der Grundstücke ist bereits durch aktuelle Bebauungen akut gefährdet. Die Entfernung von Bäumen, die den OT auszeichnen, schreitet mit jeder Baumaßnahme stark voran.
Dies hat nachweisbare negative Auswirkungen auf die Lebensqualität der Einwohner der Gemeinde, auf das Umwelt, die Klima und die gesamte Region.
Deshalb ist ein Eingriff in den Ortscharakter durch neue Wohngebiete abzulehnen.
Für die „Ortsmitte Wilhelmshorst“ (An der Aue/Peter-Huchel-Chaussee) ist eine Bebauung nach einer Umfrage von Einwohnern deutlich nicht befürwortet worden.
Sinnvoller ist eine Nutzung als kleine Grünanlage, Spielplatz oder ähnliches.
Die geplante Wohnbaufläche „Am Waldrand“ liegt außerhalb der Siedlung im LSG.
Die derzeitig vorhandene Vegetation ist schützenswert.
Sie sollte aufgrund des Arten- und Biotopschutzes nicht bebaut werden.
Eine Planung von höherem Grünanteil ist nicht vorgesehen und insbesondere deshalb abzulehnen.
Die Erschließung kann nur über die Straße „An der Aue“ oder den „Michendorfer Weg“ erfolgen. Beides würde Ausbaumaßnahmen erfordern, die durch die Anwohner der beiden Straßen zu tragen wären. Es bedeutet weiter stärkeren Verkehr durch motorisierte Fahrzeuge im gesamten OT und ist aus Umwelt- und Naturschutzgründen abzulehnen. Lärm und Luftverschmutzung werden deutlich zunehmen und beeinflussen den gesamten Ortsteil negativ.
Die Wohn- und Lebensqualität des Ortes wird durch das geplante Wohngebiet negativ beeinträchtigt. Der gewachsene Siedlungscharakter einschließlich des hohen Grünanteils der Grundstücke des OT wird zerstört.
Die geplante Wohnbaufläche „Alte Gärtnerei“ liegt im LSG. Die derzeitige Nutzung ist erhaltenswert.
Es befinden sich Kleingärten auf dem Areal. Die Nutzung als Erholungsfläche ist beizubehalten.
Die Fläche gilt als sozialer Treffpunkt für die Pächter der Flächen.
Von der Nutzung als Kleingärten geht eine geringe Belastung von Lärm aus.
Durch die Nutzung als Kleingärten wird der Siedlungscharakter des OT beibehalten.
Der Grünanteil des OT wird durch diese beibehalten. Bei einer Wohnbebauung des Gebiets würde der Grünanteil, allein durch die Gebäude und die Zuwegungen drastisch reduziert. Die Wohn- und Lebensqualität des Ortes wird durch das geplante Wohngebiet negativ beeinträchtigt. Eine Bebauung des Areals ist daher nicht erstrebenswert.
OT Wildenbruch
Durch die Verdichtung wird der Grünanteil verringert.
Die umfangreichen neu geplanten Wohngebiete nördlich der Hauptstraße befinden sich teilweise im LSG und zudem in Trinkwasserschutzzonen. Diese sind zu erhalten.
Es ist zu erwarten, dass der gewachsene Siedlungscharakter des OT durch intensive Verdichtung und Bebauung zerstört wird.
Aus diesen Gründen sollte eine weitere Bebauung des OT vermieden bzw. reduziert werden.
Eine wichtige Prämisse für Planungen in der Gemeinde sollte die Lebensqualität und der Naturschutz der jetzt hier lebenden Einwohner haben. Werden diese eingeschränkt ist eine Planung entsprechend kritisch zu hinterfragen und im Zweifelsfall abzulehnen. Die Vertreter der Gemeinde sind von Bürgern der Gemeinde in den einzelnen OT gewählt. Daher sollte es selbstverständlich sein, das diese Meinungen und Stimmungen auch in solchen Planungen berücksichtigt werden. Partikularinteressen kleiner Gruppen dürfen nicht über das Gemeinwohl der hier lebenden Menschen gestellt werden.
Stellungnahme #1063
Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:
Stellungnahme zum Vorentwurf des Flächennutzungsplans der Gemeinde Michendorf Bereich „Wohnbaufläche Feldstr./Schmerberger Str./Am Upstall – MD-3“
Hiermit nehme ich im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung Stellung.
Ich erkläre meine Zustimmung zum derzeit öffentlich ausliegenden Flächennutzungsplan der Gemeinde.
Ich begrüße die vorgesehenen Planungen und Entwicklung. Das scheint die einzig verbliebene Fläche innerhalb des Siedlungsgebietes Michendorf zu sein in welchem sich die Gemeinde weiterentwickeln kann. Dies sollte die Gemeinde tun um auch zukünftig die Schulen und Kitas zu füllen, das Gemeindeleben leben zu können und die ärztliche Versorgung, die Einkaufsmöglichkeiten, die ÖPNV-Anbindung etc. langfristig auszulasten, zu sichern bzw. weiterzuentwickeln. Auch die Lage der Fläche ist besonders geeignet, da sie ohnehin an bestehende Wohnbebauung angrenzt und nachhaltig Lücken geschlossen werden. Ich sehe in der Umwidmung der Fläche eine sinnvolle und nachhaltige zukünftige Entwicklung der Gemeinde.